Wir alle benötigen Eiweiß für die Energiegewinnung, Erholung und Muskelversorgung. Unser Körper produziert 11 Aminosäuren selbst, die anderen 9 essentiellen Aminosäuren müssen wir über die Nahrung zu uns nehmen. Hanfproteinpulver enthält alle 20 Aminosäuren. 5 gute Gründe wieso wir Hanfprotein brauchen und wieso es so gesund ist, erfährst du hier! Dazu bekommst du 5 leckere Rezepte, die dich mit Hanfpulver versorgen!
Die Wunderpflanze Hanf – Tolle Wirkung auch ohne THC
Hanfprotein wird aus Hanfsamen hergestellt, besitzt jedoch keine psychoaktiven Wirkstoffe.
Hanfsamen bestehen zu 20 bis 24 Prozent aus reinem, hochwertigen Protein. Das Proteinpulver ist reich an Ballaststoffen und wertvollem Protein. Ob vegan-lebend oder nicht, das Eiweiß aus Hanfprotein ist für alle geeignet, da es sehr gut verdaulich ist. Je besser ein Lebensmittel verdaut werden kann, desto effizienter kann der Körper es nutzen.
Somit eignet sich Hanfprotein besonders für Sportler und fitte Menschen, da es eine hohe Bioverfügbarkeit aufweist. Die Vitamine und Mineralien, die vom Körper aufgenommen werden können, sind: Vitamin E, wichtige B-Vitamine, Zink, Magnesium, Kalzium, Eisen und Kalium.
5 Gründe, wieso du Hanfpulver eine Chance geben solltest
Hanfprotein ist eine tolle Option, wenn du eine kleine aber feine Dosis von hochwertigem Protein zu dir nehmen möchtest, ist jedoch starker Muskelaufbau dein Ziel, greife lieber auf andere Proteinquellen oder Kombinationen zurück. Gerade die Mischung macht es aus. In Verbindung mit bspw. Reisprotein ist Hanfprotein eine tolle Quelle für Muskelaufbau nach dem Sport.
Du hast dadurch mehr Energie für dein Training und hinterher hilft dir das Eiweiß aus den Hanfsamen für die Erholung der beanspruchten Muskelgruppen. Wichtig ist hierbei: Wir benötigen nur mehr Protein, wenn wir uns körperlich auch mehr betätigen. Außerdem macht die Mischung von Hanfprotein mit anderen Proteinpulvern nur Sinn, wenn es rein natürliche Produkte sind.
Bei Soja-Proteinpulvern sollte man darauf achten, nicht generell schon viel Soja zu sich zu nehmen. Soja ist umstritten in der Wirkung auf den Hormonhaushalt bei Frauen und Männern. Und meistens enthalten die Pulver Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker.
Lieber den natürlichen Weg gehen, mit der milden Form aus Hanf, die anders aber ausreichend den sportlichen Lebensstil unterstützt und den Organismus schont.
1. Hanfprotein enthält genau das richtige Omega 3 Omega 6 Verhältnis
Hanfprotein ist mild und leicht nussig im Geschmack. Es besitzt eine perfekte 3:1 Omega-3 & 6 Fettsäuren-Zusammensetzung und die seltene Gamma-Linolensäure (GLA), eine gesunde Omega-6-Fettsäure.
Die essentiellen Fettsäuren reduzieren Entzündungen und sind vor allem wichtig für die fischarme Ernährung von Vegetariern und Veganern, da sie sonst nur in fettem Fisch vorkommen. Omega-3 Fettsäuren unterstützen ein gesundes Herz-Kreislaufsystem.
2. Ballaststoffe zur Senkung des Cholesterinspiegels und für eine gute Verdauung
Die Ballaststoffe des Hanfproteins reduzieren das unerwünschte LDL-Cholesterin und erhöhen das gewünschte HDL-Cholesterin. Die verdaulichen und unverdaulichen Ballaststoffe reinigen auf ganz natürliche Weise den Darm, wirken Verstopfung entgegen und schwemmen Gifte mit aus.
Wenn du im Alltag oft nicht dazu kommst, genug Ballaststoffe und vielleicht auch Eiweiß zu dir zu nehmen oder überfordert damit bist, überhaupt daran zu denken, dann sind die folgenden fünf Rezepte genau das richtige für dich.
3. Hanfprotein reduziert Zuckergelüste und erleichtert so das Abnehmen
Die hohe Nährstoffdichte von Hanfproteinpulver macht es zu einem unbewussten Mittel gegen Heißhungerattacken auf ungesunde Süßigkeiten. Die Ballaststoffe des Hanfpulvers regulieren den Blutzuckerspiegel. Ist dieser ausgeglichen haben wir weniger Appetit auf Zucker, da schon Energie durch die Proteine gewonnen wurde.
Und wir klettern nicht mit dem Versuch, durch Zucker wieder an Energie zu gelangen, die Blutzuckerkurve auf und ab.
4. Hanf stärkt das Immunsystem
Mit Hanfprotein kann man sich und dem Immunsystem etwas gutes tun. Hanfsamen enthalten Albumine und Edestine. Diese Eiweiße sind für den menschlichen Körper sehr leicht resorbierbar und können in Immunglobuline verwandelt werden. Diese Globuline sind wichtig für die Infektionsabwehr. Stärkung von innen!
5. Hanfprotein ist für alle geeignet
Bei der richtigen Eiweißversorgung ist es ganz egal, ob du einen Mangel ausgleichen möchtest da du dich vielleicht vegan, vegetarisch, oder roh ernährst. Auch Fleischesser, Athleten, Sportler und fitte Menschen brauchen hochwertiges Eiweiß.
Sportler und körperlich aktive Menschen benötigen mehr Eiweiß pro Tag. Vor allem die Proteinzufuhr nach dem Sport ist wichtig zur Erholung. Die Frage ist nur: Wieviel Eiweiß der eigene Körper tatsächlich benötigt? Neben vielen verschiedenen Faktoren und Voraussetzungen, kommt es auch darauf an, welche Ziele du verfolgst.
5 gesunde Hanfprotein Rezepte
1. Erdnuss-Hanf-Brownies (für 12 Brownies)
- 1 Dose gekochte Bohnen
- 5 EL Erdnussmus
- 5 EL Ahornsirup
- 2 Bio-Eier oder 2 EL Leinsamen mit 5 EL Wasser
- 3 EL Hanfprotein
- 2 EL Rohkakao
- 2 EL Hanfsamen
- Eine Prise Salz und Vanille
- 1 TL Backpulver
- Optional: Nüsse oder Zartbitterschokolade
- In einer Küchenmaschine die Bohnen pürieren. Erdnussmus, Ahornsirup und Eier hinzugeben, nochmal pürieren. Dann die restlichen Zutaten hineingeben (bis auf die Nüsse oder die Schokolade). Abschmecken.
- Eine Brownie-Backform vorbereiten, mit Teig befüllen und die optionalen Nüsse oder Schokolade sanft eindrücken. Bei 175 Grad für 30 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen. Genießen!
2. Hanfprotein Shake (für 1 Person)
- 200 ml Hanfmilch
- 1 Banane
- 1 Handvoll Blattgrün
- ¼ Avocado
- 1 TL Limettensaft
- 2 EL Hanfprotein
Alle Zutaten in einen Mixer geben und cremig pürieren. Sofort servieren!
3. Schoko-Hanf-Protein-Kugeln (Für 18 Kugeln)
- 100 g Mandeln
- 2 EL Kokosöl
- 200 g Datteln
- 2 EL Rohkakao
- 3 EL Hanfprotein
- 2 EL Kakaonibs
- 1 Prise Salz und Vanille
- 1 EL Chiasamen
- Mandeln und Datteln in einer Küchenmaschine mixen. Die restlichen Zutaten dazu geben und nochmal kräftig mixen.
- Mit den Händen zu Kugeln formen und in den Kühlschrank stellen, damit sie fest werden. Dort auch lagern.
4. Hanf-Nuss-Proteinriegel
- 100 g Haselnüsse
- 3 EL Hanfprotein
- 4 EL Haferflocken
- 4 EL Kokosraspel
- 3 EL Kokosöl
- 200 g Datteln
- Eine Prise Salz und Zimt
- Zwei Handvoll Sonnenblumenkerne
- Haselnüsse kurz in einer Pfanne anrösten.
- Datteln, Haselnüsse und Haferflocken in einer Küchenmaschine zu einem Teig verarbeiten.
- Die restlichen Zutaten hinzufügen.
- Mit den Händen in eine eckige Form pressen und kurz in den Kühlschrank stellen.
- Nach 15 Minuten herausnehmen und in Riegel schneiden.
5. Hanf-Protein-Pancakes (für 2 Personen)
- 1 reife Banane
- 1 Handvoll feine Haferflocken
- 2 Bio-Eier
- 2 EL Hanfprotein
- 4 EL helles Dinkelmehl
- 1 TL Backpulver
- 150 ml Mandelmilch
- 1 EL Kokosöl
- 2 EL Ahornsirup
- Optional: Ahornsirup und Heidelbeeren als Topping
- Alle Zutaten in einer Backschüssel gut vermengen.
- Etwas Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und nach und nach die Pancakes in der gewünschten Größe von beiden seiten goldbraun backen.
- Mit Toppings warm servieren. Voila!
Weitere Informationen und Quellen:
- Assmann Stiftung für Prävention: Ballaststoffe & Cholesterin
- Deutsches Grünes Kreuz: Omega 3 und Omega 6
- Wikipedia: Nutzhanf